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Veröffentlicht am:
3/19/2025
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Andachten
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Was wirklich reich macht
Wie investiere ich mein Geld so, dass ich im Alter nicht arm werde, sondern habe, was ich brauche? Wie mehre ich meinen Reichtum? Und was ist mit meiner Zeit? Zeit ist ein kostbares Gut. Immer habe ich zu wenig davon! Wie nutze ich sie möglichst optimal aus?
Es gibt einen Satz in der Bibel, der etwas über Reichtum und Armut sagt - auf unerwartete Weise. Er steht im zweiten Brief des Paulus an die Korinther, im achten Kapitel, Vers 9. Dort schreibt der Apostel:
„Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet.****“
Christus arm - wir reich. Das klingt nach tiefer Theologie und das ist es auch. Doch zugleich steckt hinter diesem Vers ein praktisches Anliegen: Korinth war eine wohlhabende Handelsstadt. Den Menschen dort ging es wirtschaftlich gut. Aber Paulus denkt an die Gemeinde in Jerusalem. Dort leben die Christinnen und Christen der ersten Stunde. Sie haben Jesus selbst erlebt und haben ihn gekannt. Sie haben die Wunder gesehen, die er getan hat. Und sie haben die Worte gehört, die er gesagt hat. Die Urgemeinde in Jerusalem: Von dort aus baut sich die junge Kirche auf. Nur: Die Gemeinde dort steht unter Druck. Es fehlt am Nötigsten! Deshalb sammelt Paulus Spenden, zur Unterstützung. Er bittet in den Gemeinden, die er gegründet hat, um Geld. Er nennt das „Kollekte“.
Wenn Menschen ihr Geld in eine Sache investieren, fühlen sie sich ihr besonders verbunden. Paulus weiß das. Er weiß das vom Judentum, in dem er aufgewachsen ist. Überall auf der Welt gab es damals jüdische Gemeinden. Diese Gemeinden schickten regelmäßig Geld nach Jerusalem. Das war die Tempelsteuer. Damit zeigten sie: Wir gehören zusammen. Wir gehören zum Tempel. Wir gehören zu unserem Glauben.
So macht es Paulus nun auch: Er erinnert die Christen in Korinth an das Fundament ihres Glaubens und verbindet damit seine Bitte um finanzielle Unterstützung der Christen in Jerusalem.
Allerdings: Die Korinther sind wohlhabend und rechnen genau: Wohin geht mein Geld? Und was bekomme ich dafür? Steht Investition und Ertrag in einem guten Verhältnis?
Wie stehen die Aktienkurse? Wie entwickeln sich die Immobilienpreise? Wohlstand soll wachsen, Reichtum soll sich mehren. Heute ist eine ganze Finanzindustrie mit diesen Fragen beschäftigt.
Henry Ford, der berühmte Erfinder und Automobilpionier hat einmal gesagt: Reich wird man nicht durch das, was man verdient. Reich wird man durch das, was man nicht ausgibt. Paulus würde es vielleicht so sagen: Reich wird man nicht durch das, was man einnimmt. Reich wird man durch das, was man verschenkt.
„Ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: Obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, auf dass ihr durch seine Armut reich würdet.“
Jesus hat seine göttliche Herrlichkeit hinter sich gelassen. Er hat sich auf eine Stufe mit den Menschen gestellt. Er hat ihr Leid geteilt. Er hat ihre Ängste durchlebt. Er wurde „arm“. Und damit schenkt er denen, die auf ihn schauen, einen Reichtum, den Geld nicht kaufen kann. Er schenkt Vergebung. Er schenkt die Gewissheit: Dein Leben steht in Gottes Hand. Du musst dich nicht um deine Zukunft sorgen. Egal, was auf deinem Kontoauszug steht.
Wer sein Leben von Jesus neu in die Hand gelegt bekommt, fühlt sich reich beschenkt. Das will Paulus sagen, den Christen damals wie heute: Wenn ich mich innerlich reich fühle, kann ich mit leichten Händen geben. Und kann fröhlichen Herzens in die Dinge investieren, die mir eine Herzensangelegenheit sind. Mit anderen etwas von dem teilen, wovon ich reichlich habe - das ist dann keine Last mehr. Es wird zum Ausdruck meiner Lebensfreude.
Ich schaue mich um. Wo kann ich heute ein Stück von meinem Reichtum weitergeben? Durch Großzügigkeit, durch eine finanzielle Zuwendung, ja, durchaus. Doch ebenso durch ein freundliches Wort, ein offenes Ohr und ein wenig Zeit.
Autor: Ulrich Pohl
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