
Wort zum Tag
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ERF Plus
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Published at:
3/19/2025
Category:
Devotionals
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Wort zum Tag
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Jesus geht mit
Die Bibelstelle Markus 5, 41-42 - ausgelegt von Christian Huth.
Im heutigen Lehrtext der Herrnhuter Brüdergemeine hören Sie: „Jesus ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihm: Talita kum! - das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher.“ (Markus 5,41–42)
Dies ist für mich eine der eindrücklichsten Szenen aus dem Jesusfilm von „Campus für Christus“.
Jesus befindet sich in Kapernaum. Da kommt der Synagogenvorsteher Jairus zu ihm. Er wirft sich vor Jesus nieder und bittet ihn verzweifelt, seine todkranke Tochter zu heilen. Nennen wir sie – auch wenn die Bibel ihren Namen nicht überliefert – Salome.
Über den Glauben des Jairus erfahre ich nicht viel. Aber ich sehe seine große Not. Seine Tochter, seine Salome, liegt im Sterben. Not lehrt beten.
Jesus sieht nicht nur diese Not – er ist zutiefst barmherzig. Er geht mit Jairus. Doch unterwegs treffen Boten ein und bringen die schreckliche Nachricht: Das Mädchen ist gestorben. Nun, so meinen sie, brauche Jesus nicht mehr zu kommen. Er könne seine Kraft und Zeit anderen Kranken widmen.
Doch Jesus lässt sich nicht beirren. Er sagt zu Jairus: „Fürchte dich nicht; glaube nur.“
Als sie am Haus ankommen, haben sich bereits Trauernde und Klagefrauen versammelt. Der Tod eines Menschen ist immer schmerzlich. Doch dieses Mädchen Salome ist erst zwölf Jahre alt – gerade an der Schwelle zum Frausein und zu einem eigenständigen Leben in der Gemeinschaft.
Bemerkenswert ist, dass Jesus auf dem Weg zu Salome eine andere Frau heilt, die seit zwölf Jahren an Blutungen litt. Zwölf Jahre ist sie durch ihre Krankheit geschwächt und nach den damaligen Reinheitsvorschriften von der Gemeinschaft ausgeschlossen. Auch sie befindet sich in tiefster Not.
Jesus schenkt beiden neues Leben. Er heilt nicht nur ihre Körper, sondern gibt ihnen ihre Würde, ihre Identität und ihren Platz in der Gemeinschaft zurück.
Sein machtvolles Wort „Talita kum!“ richtet den ganzen Menschen auf – Leib, Seele und Geist. Die Frau wird aus dem Nichtsein und das Mädchen wird aus der Macht des Todes ins Leben gerufen. Sie stehen beide auf zu einem neuen Anfang.
Mit diesem Jesus haben auch wir es heute zu tun, Gott sei Dank! Sein vollmächtiges Wort hat bis heute schöpferische und rettende Kraft.
Darum gilt auch uns Gottes Verheißung, die in der Jahreslosung 2026 anklingt: „Siehe, ich mache alles neu.“
Seit dem Sündenfall verlieren Menschen Gott immer wieder aus dem Blick. Sie verirren sich, geraten in Schuld und erleben die Folgen einer zerbrochenen Welt – Leid, Krankheit und Tod. Doch Gott hält unbeirrbar an seinem Bund fest. Und er schreibt bis heute seine Geschichte mit uns Menschen weiter, auch wenn wir sie immer wieder mit dunklen Kapiteln von Streit, Unrecht und Zerstörung füllen.
Der entscheidende Wendepunkt ist das Kreuz Jesu Christi. Es steht für sein Leben, Leiden, Sterben und seine Auferstehung. Damit beginnt Gottes neue Wirklichkeit. Das Böse, das Verderben und der Tod haben nicht das letzte Wort. Mit Jesus Christus, dem Kreuz und der Auferstehung steht und fällt unsere Hoffnung. Gottes Ruf gilt deshalb auch heute jedem Menschen:
„Mensch, steh auf!“
Und wir leben aus der Hoffnung auf den neuen Himmel und die neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt; wo Gott alle Tränen abwischen wird und es kein Leid, keinen Schmerz, kein Geschrei, keine Krankheit und keinen Tod mehr geben wird.
Talita kum! – Mensch, steh auf! Dieser Ruf Jesu gilt bis heute. Er richtet Menschen auf, schenkt neues Leben und eröffnet eine neue Zukunft. Denn Gott spricht: „Siehe, ich mache alles neu.“
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Christian Huth
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